Häufig gestellte Fragen
Warum muss in Verbindung mit Kohlenhydrat-Gelen besonders viel getrunken werden?
Stimmt es, dass unsere heutigen Lebensmittel nicht mehr genug Vitamine und Spurenelemente enthalten, um den Bedarf zu decken?
Stimmt es, dass ich besonders viele Proteine zu mir nehmen muss, um Muskeln aufzubauen?
Stimmt es, dass Red Bull "Flügel verleiht"?
Warum sind Getränke wie Cola und Red Bull im Training und Wettkampf ungesund?
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Sportgetränke: Powerdrink oder Saftschorle?
Auf dem Markt ist eine Vielzahl von Sportgetränken mit den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Beimengungen erhältlich. Alle sollen die Leistungsfähigkeit verbessern, doch nicht jedes Sportgetränk hält, was es verspricht.
Was muss ein Sportgetränk leisten?
Hohe körperliche Belastungen führen zu vermehrtem Schwitzen und damit zu Flüssigkeitsverlusten. Die wichtigste Aufgabe von Sportgetränken ist es, diesen Verlust schnell auszugleichen. Gleichzeitig sollte ein gutes Sportgetränk etwa 4 bis 8 Prozent Kohlenhydrate enthalten, die dem Körper rasch Energie zur Verfügung stellen.
Auf die Teilchenkonzentration kommt es an
Wichtig bei sportlichen Belastungen ist, dass das Getränk nicht zu lange im Magen verweilt, sondern schnell vom Körper aufgenommen wird. Besonders geeignet sind deshalb hypotone und isotone Getränke. Hypoton bedeutet, dass die Konzentration an gelösten Teilchen niedriger ist als die Konzentration im Blut. Bei isotonischen Getränken ist die Konzentration gelöster Teilchen gleich hoch wie im Blut.
Hypertone Getränke, etwa unverdünnte Fruchtsäfte, Cola oder so genannte Energy Drinks, weisen eine höhere Teilchenkonzentration und einen sehr hohen Anteil an Kohlenhydraten auf. Bei solchen Getränken muss der Körper selbst noch Wasser abgeben, um die Flüssigkeit so weit zu verdünnen, dass sie aufgenommen werden kann. Solche Getränke sind bei sportlichen Belastungen ungeeignet.
Sinnvolle und unsinnige Inhaltstoffe
Häufig enthalten Sportgetränke neben Kohlenhydraten (Traubenzucker) auch Zusätze von Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Fettsäuren. Umstritten ist aber nicht nur deren Nutzen während der körperlichen Belastung. Der eigentliche Sinn eines Sportgetränks – die Flüssigkeitsaufnahme – kann auch durch zu viele Zusätze zunichte gemacht werden, weil sie die Teilchenkonzentration erhöhen. Proteine und Fettsäuren verlangsamen zusätzlich die Entleerung aus dem Magen.
Wirklich sinnvoll ist bei einem Sportgetränk nur der Zusatz von Kohlenhydraten und – bei mehrstündigen Belastungen – Natrium. Dabei sollte der Kohlenhydratanteil bei 40 bis maximal 80 Gramm pro Liter liegen. Wer viel schwitzt und viel trinkt, sollte den Kohlenhydrat-Anteil geringer halten. An Natrium können 500 bis 100 Milligramm pro Liter zugesetzt sein. Zusätze von Vitaminen, von Mineralstoffen wie Kalzium und Kalium oder gar von Koffein haben dagegen in einem Sportgetränk nichts zu suchen.
Powerdrink oder Saftschorle?
Spezielle Sportgetränke sind erst bei einer Ausdauerbelastung von mehr als 40 Minuten empfehlenswert; bei Belastungen ab vier Stunden Dauer ist der Zusatz von Natrium sinnvoll. Bei geringerer Belastung und in der Nachbelastungsphase, wenn es darum geht, die Flüssigkeitsspeicher aufzufüllen, reicht eine Fruchtsaftschorle völlig aus. Bewährt hat sich ein Gemisch aus einem Teil Apfelsaft und zwei Teilen Mineralwasser. Ein solches Getränk enthält alles, was in Training und Wettkampf gebraucht wird: Flüssigkeit, Kohlenhydrate, Natrium und sogar Vitamine. Und es schont den Geldbeutel.
Eiskalt oder lauwarm?
Grundsätzlich werden kalte Flüssigkeiten schneller vom Magen in den Dünndarm weitergeleitet als warme. In dieser Hinsicht liegt die optimale Temperatur des Getränks zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Bei der Verträglichkeit sieht es anders aus: Tendenziell sind warme Getränke für den Magen verträglicher als kalte. Auf keinen Fall sollten vor und während der Belastung eiskalte Getränke getrunken werden. Dann wird der Magen zu schnell entleert, Durchfälle können die Folge sein. Teste selbst, welche Trinktemperatur gut für dich ist.


