Häufig gestellte Fragen
Warum muss in Verbindung mit Kohlenhydrat-Gelen besonders viel getrunken werden?
Stimmt es, dass unsere heutigen Lebensmittel nicht mehr genug Vitamine und Spurenelemente enthalten, um den Bedarf zu decken?
Stimmt es, dass ich besonders viele Proteine zu mir nehmen muss, um Muskeln aufzubauen?
Stimmt es, dass Red Bull "Flügel verleiht"?
Warum sind Getränke wie Cola und Red Bull im Training und Wettkampf ungesund?
Proteinkonzentrate: bei normaler Ernährung überflüssig
Es ist bekannt, dass Athletinnen und Athleten einen höheren Eiweißbedarf haben als Menschen, die weniger sportlich aktiv sind. Für die Anwendung von Proteinkonzentraten besteht dennoch meist kein Grund.
In der Regel ist in hochentwickelten Ländern die Versorgung mit Eiweiß über die normale Ernährung mehr als ausreichend gewährleistet. Unsere tägliche Ernährung liefert mit Fleisch und Wurst, Milchprodukten, Eiern und Hülsenfrüchten genug Protein, sodass eine zusätzliche Zufuhr von Proteinkonzentraten normalerweise unnötig ist.
Wie hoch ist der Bedarf tatsächlich?
Für Menschen, die keiner oder nur einer moderaten sportlichen Aktivität nachgehen, liegt die tägliche Proteinzufuhr bei 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Je nach Alter und Trainingsphase liegt der Proteinbedarf bei 1,2 – 1,7 Gramm pro kg Körpergewicht. In Einzelfällen (z.B. Jugendliche beim Muskelaufbau) kann der Proteinbedarf auf 2 Gramm pro Kilogramm Körpermasse ansteigen.
Dazu ein Beispiel: Ein 18-jähriger Athlet wiegt 60 kg und benötigt 1,2 Gramm Proteine pro Kilogramm Körpergewicht. Sein Tagesbedarf beträgt also 72 Gramm Proteine - dieser Bedarf kann schon durch 200 Gramm Putenfleisch und zwei Eier gedeckt werden.
Höchstgrenzen schnell erreicht
Nach Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern sollte die tägliche Aufnahme von Proteinen 2 Gramm pro kg Körpergewicht am Tag nicht übersteigen. Bei einer normalen Basisernährung werden aber bereits Proteinmengen von 1,5 Gramm und mehr pro kg Körpergewicht aufgenommen. Es lässt sich also leicht errechnen, dass mit der zusätzliche Einnahme von Proteinkonzentraten schnell des Guten zuviel getan ist. Hinzu kommt, dass Athletinnen und Athleten meist ohnehin einen größeren Appetit haben als Menschen, die wenig oder gar keinen Sport betreiben. Sie essen in der Regel mehr und nehmen damit fast zwangsläufig auch mehr Proteine zu sich.
Überdosierung riskant
Wer die empfohlene Höchstmenge überschreitet, muss mit Gesundheitsschäden rechnen. Es kann zu verstärkten Flüssigkeitsverlusten und damit zu einer vermehrten Ausscheidung von Calzium über den Urin kommen. Auch Störungen im Säure-Basen-Haushalt können die Folge sein. Bei Nierenerkrankungen dürfen Proteinkonzentrate auf keinen Fall eingenommen werden.
Außerdem haben Proteinkonzentrate eine stark sättigende Wirkung, Bei einer Nahrungsergänzung mit Proteinkonzentraten besteht deshalb die Gefahr, dass die normale Nahrungsaufnahme und vor allem die Aufnahme von Kohlenhydraten vernachlässigt wird. Von einer ausgewogenen Ernährung kann dann keine Rede mehr sein.


