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Kokain
Kokain ist ein Alkaloid, das aus den Blättern des in Südamerika beheimateten Cocastrauchs gewonne
n wird. Bei den Andenvölkern werden Cocablätter seit Jahrhunderten als Heilmittel und zu kultischen Zwecken verwendet. Wegen seiner Nebenwirkungen zählt reines Kokain zu den illegalen Drogen.
Kokain wird als Rauschdroge geschnupft, gespritzt oder (als sogenanntes Crack) geraucht. Es entfaltet im Zentralnervensystem eine anregende, stimmungsaufhellende Wirkung bis hin zur Euphorie. Es kommt zu einer Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz; Hunger und Müdigkeit werden unterdrückt. Es entsteht ein Gefühl von gesteigerter Leistungsfähigkeit und Aktivität. Vor allem deshalb wird Kokain auch als Dopingmittel im Leistungssport verwendet.
Schnelle Abhängigkeit
Nach dem Konsum von Kokain stellen sich rasch euphorische Gefühle ein, die aber sehr schnell wieder abklingen. Die nachfolgende Niedergeschlagenheit verleitet dazu, schon kurze Zeit später erneut zur Droge zu greifen. Aus diesem Grund kommt es je nach Häufigkeit des Konsums schnell zu einer psychischen Abhängigkeit. Neben der Überlastung des Herz-Kreislaufsystems kann es bei regelmäßigem Konsum durch die Unterdrückung von Hunger und Müdigkeit zu Mangelerscheinungen kommen. Zu den psychischen Nebenwirkungen zählen unter anderem Unruhezustände, Halluzinationen und Verfolgungsangst.

