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Hier kannst du dir die deutsche Version der aktuellen WADA-Verbotsliste (2012) downloaden und ausdrucken. Am besten hast du sie bei Arztbesuchen immer dabei. Denn hier listet die WADA, unterteilt nach Substanzklassen und in alphabetischer Reihenfolge, die verbotenen Substanzen und Methoden auf. So kann dein Arzt auf einen Blick erkennen, ob er dir bestimmte Medikamente verschreiben darf oder nicht. (Stand: 01.01.2012; Recherchedatum: 31.12.2011)
Diuretika und andere Maskierungsmittel
Maskierungsmittel werden benutzt, um das Ergebnis von Dopingkontrollen zu verfälschen und Doping zu verschleiern. Substanzen, mit denen dies möglich ist, stehen deshalb auf der Verbotsliste der WADA.
Unter dem Begriff "Maskierungsmittel" werden verschiedene Substanzen zusammengefasst, die entweder die Ausscheidung von Dopingsubstanzen beeinflussen oder deren Nachweis erschweren oder vereiteln. Dazu zählen folgende Substanzen:
Diuretika
Diuretika sind Substanzen, die auf die Nieren einwirken und zu einer vermehrten Harnausscheidung führen. In der Medizin werden sie bei Bluthochdruck angewendet und um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) auszuschwemmen. Durch die Anwendung von Diuretika können Urinproben so "verwässert" werden, dass ein Nachweis von Dopingsubstanzen nicht mehr möglich ist.
Bei einigen Sportarten können Diuretika noch eine andere Funktion erfüllen: Durch die vermehrte Wasserausscheidung kann innerhalb kurzer Zeit eine beachtliche Reduzierung des Körpergewichts erreicht werden. Bei Sportarten mit Gewichteinteilung wie Boxen oder Ringen kann so die Einstufung in eine niedrigere Gewichtsklasse erfolgen. Nehmen die Sportler dann kurz vor dem Wettkampf wieder zu, haben sie innerhalb der ihnen zugeteilten Gewichtsklasse natürlich einen klaren Vorteil.
Epitestosteron
Epitestosteron ist ein dem Testosteron ähnliches Steroidhormon. Beide Hormone werden im männlichen Körper normalerweise im Verhältnis 1:1 ausgeschüttet. Will man kontrollieren, ob ein Sportler mit Testosteron gedopt ist, vergleicht man das Verhältnis von Testosteron und Epitestosteron im Körper. Ist der Testosteronspiegel deutlich höher als der Epitestosteronspiegel, so kann davon ausgegangen werden, dass der Athlet gedopt ist. Dieser Nachweis lässt sich aber vereiteln, indem Präparate mit Epitestosteron eingenommen werden, sodass das Verhältnis der beiden Hormone wieder ausgeglichen ist. In der Verbotsliste wird Epitestosteron seit dem 1. Januar 2009 nicht mehr in der Substanzklasse der Maskierungsmittel, sondern unter Anabolika aufgelistet.
Probenecid
Probenecid ist eine Substanz, die die Ausscheidung von Harnsäure durch den Urin verstärkt. Deshalb wird es zur Behandlung von Gicht eingesetzt, da diese Erkrankung auf einer verminderten Harnsäureausscheidung beruht. Ein Nebeneffekt von Probenecid ist, dass es die Ausscheidung zahlreicher Substanzen über die Niere in den Harn vermindert. Das gilt auch für Anabolika.
Plasma-Expander
Beim Doping mit EPO wird die Erythrozytenzahl im Blut und damit auch der sogenannte Hämatokrit-Wert, der Anteil zellulärer Bestandteile des Blutes erhöht. Plasma-Expander erhöhen den Flüssigkeitsgehalt des Blutplasmas. Dadurch sinkt der Hämatokrit-Wert, sodass der Nachweis von EPO erschwert wird. Die intravenöse Verabreichung von Plasma-Expandern ist daher im Leistungssport verboten.


