Antiestrogene
Antiestrogene werden weniger zur Leistungssteigerung eingesetzt als vielmehr, um die unerwünschten Nebenwirkungen nach Einnahme von Anabolika zu unterdrücken.
Antiestrogene Medikamente verhindern die Umwandlung des männlichen Hormons Testosteron in das weibliche Hormon Östrogen. In der Medizin werden Antiestrogene zum Beispiel zur Behandlung von Brustkrebs oder zur Anregung des Eisprungs eingesetzt.
Antiestrogene und Anabolika
Anabolika wandeln sich bei Männern im Stoffwechselprozess in Östrogene (weibliche Hormone) um. Der Missbrauch von Anabolika kann daher bei Männern eine unnatürliche Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie) bewirken. Antiestrogene sollen diesem Effekt entgegenwirken. Es wird außerdem vermutet, dass Antiestrogene den Testosteronspiegel im Blut erhöhen. Diese anabole Wirkung ist zwar bislang nicht eindeutig belegt. Dennoch stehen Antiestrogene seit 2001 auf der Liste der verbotenen Substanzen. Das Verbot galt zunächst nur für Männer, wurde im Jahr 2005 aber auch auf Frauen ausgedehnt.

