Gendoping
Gentechnische Manipulationen zu Dopingzwecken - das klingt nach Zukunftsmusik, ist aber gegenwärtig schon durchaus vorstellbar. Auf der Verbotsliste der WADA wird Gendoping vorsorglich schon heute aufgeführt.
Die Gene sind Träger der menschlichen Erbmasse. Erblich bedingte Krankheiten beruhen auf "defekten" Genen. Seit der genetische "Code" des Menschen, die DNA, entschlüsselt ist, richtet sich die Hoffnung der Medizin darauf, erblich bedingte Krankheiten in Zukunft heilen zu können, indem krankhaft veränderte durch gesunde Gene ersetzt werden.
Gentechnik im Sport
Es wird allgemein davon ausgegangen, dass gentherapeutische Verfahren, sobald sie verfügbar sind, auch im Sport zur Leistungssteigerung missbraucht werden. So könnte es zum Beispiel durch Genmanipulation möglich sein, die Bildung von Muskelmasse oder die Ausschüttung anabol wirkender Hormone vermehrt anzuregen. Manche Expertinnen und Experten glauben, dass solche Vorstellungen schon in fünf bis zehn Jahren Wirklichkeit werden könnten. Deshalb wird bereits heute darüber nachgedacht und geforscht, wie im Ernstfall Gendoping nachgewiesen werden könnte.

