Präventionstour mit Prominenz

Sieben Top-Athletinnen und Athleten auf dem Podium, im Auditorium Schülerinnen und Schüler

Gleich sieben Topathleten begleiteten die NADA auf ihrer Präventionstour beim Besuch des Heinrich Heine Gymnasiums in Kaiserslautern. Unter ihnen auch der Kraftsportler David Hoffmann. Er kämpft dafür, dass Bodybuilding wieder ein sauberer Sport wird.

 

Doping – nein danke!

Mit von der Partie in Kaiserslautern waren der Kraftsportler David Hoffmann, der frühere Kaiserslauterer Fußballprofi Frank Lelle, die Tennisspielerin Kristin Buth, die Judoka Matthias Krieger und Jasmin Külbs sowie die Radprofis Martin Reinert und Tobias Schweizer. Sie alle bekannten sich einmütig für einen sauberen Sport und nahmen sich viel Zeit, die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten und von ihren Erfahrungen mit dem Dopingkontrollsystem zu erzählen.

Bodybuilding mit weißer Weste

David Hoffmann, ehemaliger Kraftdreikämpfer, betreibt heute Natural Bodybuilding, eine spezielle Art des Bodybuildings. Er gab unumwunden zu, dass im klassischen Bodybuilding Doping nahezu an der Tagesordnung ist. Dagegen geht er mit ungewöhnlichen Mitteln wie dem Einsatz eines Lügendetektors vor dem Wettkampf und selbst organisierten Labortests an. Dass es auch ohne Doping geht, konnte er eindrucksvoll unter Beweis stellen – denn natürlich wollten die Schülerinnen und Schüler seine Muskeln sehen.

Trotz aller Krisen sauber geblieben

Matthias Krieger, der einst selbst am Heinrich-Heine-Gymnasium die Schulbank drückte, hatte es nie leicht. Er ist von Geburt an stark sehbehindert, doch das hat ihn nie daran gehindert, seine Ziele zu verfolgen. Bei seiner ersten Paralympics-Teilnahme in Athen 2004 musste er im Kampf um die Bronzemedaille eine bittere Niederlage einstecken, und 2008 verpasste er in Peking nicht nur die Medaille, sondern zog sich auch eine schwere Ellbogenverletzung zu, die ihn für eine Weile „außer Gefecht setzte“. Aber Krieger machte seinem Nachnamen alle Ehre – er kämpfte weiter und wurde 2010 in Antalya Judo-Weltmeister. Jetzt bereitet sich jetzt auf die Paralympics 2012 in London vor. Und das alles ohne Doping.