Leistungssport kann auch bitter sein

Die NADA-Präventionstour machte Ende August Station in Thüringen: in Jena, Erfurt und im Skigymnasium Oberhof. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NADA wurden auch diesmal von prominenten Athletinnen und Athleten unterstützt.


An den drei Thüringer Eliteschulen des Sports informierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NADA ausführlich über die Anti-Doping-Regelungen, über verbotene Substanzen und das Risiko, solche Substanzen versehentlich einzunehmen, etwa bei Nahrungsergänzungsmitteln. Auch diesmal hatten die Schülerinnen und Schüler wieder Gelegenheit, Fragen zu stellen und über das komplexe Thema Doping zu diskutieren.

Von den Großen lernen

Für den Leistungssport-Nachwuchs an den Eliteschulen war es hilfreich, nicht nur Sachinformationen vermittelt zu bekommen, sondern auch zu erfahren, wie erfolgreiche Leistungssportlerinnen und -sportler mit dem Thema Doping umgehen. Mit von der Partie waren diesmal Sophie Krauel, die amtierende Deutsche Meisterin im Weitspringen, der ehemalige Bahnradfahrer Rene Wolff, Skeleton-Weltmeisterin Marion Trott, Biathlon-Europameisterin Juliane Döll sowie Rene Enders, Olympiadritter im Rad-Teamsport. Sie alle betonten, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und selbstbewusst nein zu Doping zu sagen.

Niederlagen sind kein Grund zu dopen

Dass Leistungssport auch manchmal bitter sein kann, hat die Weitspringerin Sophie Krauel am eigenen Leib erfahren. Für die amtierende Deutsche Meisterin platzte der Traum von der Leichtathletik-WM 2009, weil sie sich einen Monat zuvor einen Bänderriss zugezogen hatte. Und dies nachdem sie sich zuvor schon einmal nach einer dreieinhalbjährigen "Zwangspause" wieder an die Spitze gekämpft hatte. Dennoch denkt die 24-Jährige nicht einmal daran zu dopen. Sie freut sich jetzt auf die nächste WM. Ein ermutigendes Beispiel dafür, dass auch im Spitzensport nach einer Niederlage die Zuversicht bewahren kann.