Frontalunterricht war gestern
Frontalunterricht zum Thema Anti-Doping, das war einmal. Beim Anti-Doping-Aktivtag der sportbetonten Schulen in Köln blieb es nicht bei einem reinen Informationsangebot der NADA. An den einzelnen Stationen gab es viel Spannendes zu erleben.
Ein Basketball-Korbwerfen mit Rauschbrillen, um die Nebenwirkungen von Doping zu verdeutlichen, Life-Kinetik-Übungen als Möglichkeit, die Leistung legal zu steigern, oder Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen waren Themen der Stationen, die die Schülerinnen und Schüler selbst entwickelt hatten.
Selbstverantwortung: Nicht Bescheid wissen gilt nicht
Während der gesamten Veranstaltung unterstützte die NADA die Lehrkräfte bei der Betreuung der Stationen und stand für Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Dabei spielte das Thema Selbstverantwortung an fast jeder Station eine große Rolle: "Es ist wichtig, dass die jungen Athleten begreifen, was es heißt, für sich selbst verantwortlich zu sein", sagte NADA-Mitarbeiter Dominic Müser. "Bei einer positiven Dopingkontrolle gelten keine Ausreden, man habe nicht Bescheid gewusst."
Meldepflichten: gar nicht so einfach
Außerdem erzählten zwei Top-Athleten nach Absolvierung der Stationen aus ihrem Athletenalltag. Jonas Reckermann, Weltmeister im Beachvolleyball 2009, sprach über die Meldepflicht. Es sei gar nicht so einfach, zwischen Wettkämpfen auf der ganzen Welt die Daten zum Aufenthaltsort immer pünktlich anzugeben. Max Stahr, siebenmaliger Deutscher Meister im Radsport, berichtete von der Dopingproblematik im Radsport. Er warnte vor einer Vorverurteilung der ganzen Sportart.
Veranstaltet wurde der Aktivtag vom Verbund der sportbetonten Schulen, zu dem das Apostelgymnasium, die Elsa-Brandström- Realschule, das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg, das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium sowie das Sportinternat Köln gehören.

