Fairness steht an erster Stelle
Am 15. Februar 2008 hat das NADA-Team an der Eliteschule des Sports in Leverkusen, dem Landrat-Lucas-Gymnasium, Halt gemacht. Das war nach dem Auftaktbesuch in Stuttgart am 13. Dezember 2007 bereits die zweite Station der Tour.
Die Botschaft der Topsportler: Ein klares Nein zu Doping
Tatkräftige Unterstützung erhielt die NADA in Leverkusen von zwei Topsportlern: der Siebenkämpferin Jennifer Oeser (7. Platz bei der letzen WM) und dem Hammerwerfer Markus Esser (8. Platz bei der WM 2007). An beide hatten die Schülerinnen und Schüler viele Fragen. Von Markus Esser wollten sie zum Beispiel wissen, wie er denn einem Konkurrenten gegenübertreten würde, der des Dopings überführt war und nach Ablauf der Sperre ins Wettkampf-Geschehen zurückkehrt. Die prompte und klare Antwort: „Mit so einem will ich nichts mehr zu tun haben.“ Und auch Jennifer Oeser machten unmissverständlich klar, dass es für sie nur eine einzige Antwort auf Doping gibt: ein klares Nein!
Zunächst einmal muss man Bescheid wissen
Armin Baumert, der Vorstandsvorsitzende der NADA, erklärte den Schülerinnen und Schülern, wie wichtig Aufklärung und Information im Kampf gegen Doping sind. Denn nur wer Bescheid weiß, kann selbstbewusst "Nein" sagen zum Doping. Am besten muss deshalb schon früh und zusammen mit den Trainerinnen und Trainern eine klare Position gegen Doping entwickelt werden. Nur so kann der Sport auf lange Sicht fair und sauber bleiben.
Einzig richtig: Sauber sein und sauber bleiben
"Ich bin sauber" – das war der Titel des Kurzvortrags von Michael Sauer. Er ist Mitglied der AG Prävention der NADA und Mitarbeiter am Institut für Biochemie in Köln, einem der beiden Labore in Deutschland, in denen Dopingproben analysiert werden. Er nannte viele gute Gründe dafür, Doping besser sein zu lassen, und informierte über Hintergründe von Doping: zum Beispiel über verbotene Substanzen, gesundheitliche Folgen und das oft verkannte Risiko von Nahrungsergänzungsmitteln. Die sind nämlich nicht selten verunreinigt mit nachweisbaren verbotenen Substanzen.
Fairness verlangt – und das auch von den Medien
Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler in Fragerunden mit den Profisportlern und NADA-Experten über die Dinge reden, die ihnen in Sachen Doping auf dem Herzen liegen. Die Schülerinnen und Schüler waren gut informiert und vorbereitet. Sie äußerten sich klar gegen Doping und für Fairness im Sport. Doch auch kritische Stimmen wurden laut. Dass in der Öffentlichkeit und in manchen Medien ein vierter, fünfter oder siebter Platz nicht zählt, erhöht den Druck enorm – da waren sich die jungen Sportlerinnen und Sportler einig. Und auch den Aktiven im Spitzensport ist diese Problematik bewusst. Markus Esser beklagte zum Beispiel, dass sein 8. Platz bei der WM trotz einer hervorragenden persönlichen Leistung in der Öffentlichkeit zum Teil als „Versagen“ gewertet wurde. Fairness muss also nicht nur im Sport, sondern auch in den berichtenden Medien ein Thema und Ziel sein. Darin stimmten alle Beteiligten überein.


