Weitere Informationen zu verbotenen Substanzen
Weitere Informationen im Internet
Hier kannst du dir die deutsche Version der aktuellen WADA-Verbotsliste (2012) downloaden und ausdrucken. Am besten hast du sie bei Arztbesuchen immer dabei. Denn hier listet die WADA, unterteilt nach Substanzklassen und in alphabetischer Reihenfolge, die verbotenen Substanzen und Methoden auf. So kann dein Arzt auf einen Blick erkennen, ob er dir bestimmte Medikamente verschreiben darf oder nicht. (Stand: 01.01.2012; Recherchedatum: 31.12.2011)
Mit dem Online-Angebot drugcom.de richtet sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vorrangig an Jugendliche, um Wissenswertes rund um die gängigsten Drogen zu vermitteln. Außerdem gibt es ein Quiz, Selbsttests, Tipps für den Notfall und Angebote zur Drogenberatung. (Recherchedatum: 22.06.2011)
Psychische Veränderungen
Manche Dopingsubstanzen haben nicht nur körperliche Nebenwirkungen: Sie verändern auch die Psyche - und das gilt nicht nur für Rauschdrogen. Angstzustände und Wahnvorstellungen bis hin zu bleibenden Psychosen sind keine Seltenheit.
Stimulanzien bergen ebenso wie Narkotika aufgrund ihrer euphorisierenden Wirkung die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit. Manche dieser Substanzen können darüber hinaus akute psychische Störungen hervorrufen, vor allem bei Überdosierung oder regelmäßiger Anwendung über einen längeren Zeitraum. Aber auch Anabolika haben bei hoher Dosierung Auswirkungen auf die Psyche und können in die Abhängigkeit führen.
Stimulanzien
Die aufputschende und euphorisierende Wirkung von Stimulanzien kann bei hoher Dosierung schnell in Unruhe, Übererregtheit und Aggressivität umschlagen. Es kann zu anhaltenden Schlafstörungen und in deren Gefolge zu akuten Halluzinationen, Angstzuständen und Wahnvorstellungen kommen. Nach Abklingen der euphorisierenden Wirkung können Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken auftreten. Bei entsprechender Veranlagung sind psychotische Störungen möglich, die auch chronisch werden können. Derartige Nebenwirkungen und Langzeitfolgen werden auch im Zusammenhang mit Ephedrin beschrieben, selbst wenn es sich um frei verkäufliche Präparate handelt. Besonders bei Kokain ist die Gefahr einer rasch eintretenden psychischen Abhängigkeit sehr hoch.
Morphine
Auch Morphine lösen - je nach Dosierung - euphorische Gefühle aus; im Gegensatz zu den Stimulanzien wirken sie aber eher entspannend und dämpfend. Die geistige Aktivität und damit das Denkvermögen sind vermindert; Probleme und Ängste können unter Morphineinfluss leicht verdrängt werden. Es kommt schnell zu einer Gewöhnung an die als angenehm empfundenen Wirkungen. Deshalb werden immer höhere Dosen benötigt, um gleichbleibende Effekte zu erzielen. Daraus resultiert die große Suchtgefahr bei diesen Substanzen. Bei regelmäßigem Konsum von Morphinen kommt es auch zu Depressionen, einem Verlust an Selbstvertrauen, zu Wahnideen und Psychosen.
Anabolika
Anabolika bewirken in hohen Dosen nicht nur körperliche Veränderungen. Durch den Eingriff in den Hormonhaushalt haben sie auch Auswirkungen auf die Psyche. Neben gesteigerter Leistungsbereitschaft und Euphorie können auch Gefühlsschwankungen, Gereiztheit und Aggressivität bis hin zu erhöhter Gewaltbereitschaft auftreten. Die Gedächtnisleistung und die Konzentrationsfähigkeit werden ebenfalls beeinträchtigt. Frauen zeigen unter Anabolika-Einfluss häufig eine gesteigerte, Männer eine verminderte sexuelle Erregbarkeit. Nach dem Absetzen der Präparate können Depressionen auftreten.


