Denkanstöße

Zweifelhafte Angebote


Was kannst du tun, wenn dir Doping angeboten wird? Wie erkennst du, dass es ein Doping-Angebot ist? An wen kannst du dich wenden und um Rat fragen? Es ist wichtig, in solchen Situationen mit einem Menschen zu sprechen, dem du voll und ganz vertrauen kannst.

Doping-Angebote können von Trainern und Physiotherapeuten, aber auch von anderen Athletinnen oder Athleten kommen, und oft wird mit Begriffen wie "Konditionsförderung" oder "unterstützende Maßnahme" verschleiert, was man dir da anbietet.


 

Kritisches Nachfragen ist angesagt

Wichtig ist, nicht einfach alles hinzunehmen, was dir gesagt wird, vor allem, wenn es um Medikamente geht. Informiere dich, frag nach, sei kritisch. Denn für alles, was du machst, bist du selber verantwortlich. Sogar wenn du unwissentlich dopst, z. B. weil dein Hausarzt die aktuelle Liste der verbotenen Mittel nicht kennt und dir ein Nasenspray oder Allergiemittel verschreibt, dessen Inhaltstoffe auf der aktuellen Verbotsliste stehen. Denn es gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Wenn dir etwas komisch vorkommt, dann kannst du auch mal nachfragen oder Rat einholen: 


 

Den Hausarzt oder Apotheker fragen

Dein Hausarzt oder deine Hausärztin sollte über die meisten Medikamente Bescheid wissen. Er oder sie kann dir auch sagen, welche gesundheitlichen Risiken es gibt. Das gilt natürlich auch für die Apotheke. Frage dennoch immer nach, welche Inhaltsstoffe ein Medikament hat, und vergleiche sie mit der aktuellen Version der Verbotsliste. Oder nimm die aktuelle Liste gleich mit in die Praxis oder Apotheke. Im Online-Angebot der NADA gibt es auch eine Medikamenten-Datenbank, in der du Informationen zu vielen gängigen Medikamenten findest. Bei der NADA gibt es außerdem die pratische Anti-Doping-Card im Taschenformat, die du in die Praxis oder Apotheke mitnehmen kannst.

 

Mit einem vertrauten Menschen sprechen

In schwierigen Situationen ist es immer gut, wenn du jemanden hast, dem du dich anvertrauen kannst. Jemand, der dir hilft, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten, und deine Entscheidungen auch unterstützt und respektiert. Das kann besonders hilfreich sein, wenn du dich beim Training unter Druck gesetzt fühlst, zu zweifelhaften Methoden zu greifen. 


 

Fachkundiger Rat bei der NADA und DOSB

Solltest du Fragen zum NADA-Code haben oder dich erkundigen wollen, ob z. B. ein bestimmtes Mittel tatsächlich erlaubt ist, kannst du jederzeit bei der NADA schriftlich um Rat bitten. Und beim Deutschen Olympischen Sportbund gibt es Vertrauensleute, die Athletinnen und Athleten bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Doping als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.

 

Alternativen suchen

Hast du dein Potenzial voll ausgeschöpft? Wie ist dein Lebensstil außerhalb des Trainings? Du hast viel mehr Möglichkeiten, deine Leistung zu verbessern, als du denkst. In der Rubrik "Do it your way" haben wir einige dieser Alternativen zusammengestellt.


 

Stellung beziehen

Wenn dir jemand nahelegt zu dopen oder dir sogar Dopingmittel anbietet, kannst du auch einfach Stellung beziehen und sagen: „Ich dope nicht!“ Je deutlicher und entschiedener du deinen Standpunkt klarmachst, umso weniger wird man versuchen, dich zu überreden oder unter Druck zu setzen. Denn schließlich weiß jeder, dass Doping verboten ist.

1 Beitrag

Antworten Redaktion highfive.de

schrieb am 17.10.2008 12:29

Deine Erfahrungen und Überlegungen zu diesem Thema sind auch für andere interessant. Wir freuen uns, wenn du hier einen eigenen Beitrag verfasst. Dein Text wird von der Redaktion zunächst gelesen und dann freigeschaltet.

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